Liquidität 1. Grades

Die Liquiditätsreserve kann in Liquidität ersten und zweiten Grades unterteilt werden. Diese wird auch als "Sicherheitspolster" bezeichnet, da sie Ihnen zeigt, wie lange Ihr Unternehmen mit seinen flüssigen Mitteln und Kundenguthaben (Forderungen, Debitoren) kurzfristige Schulden mit den Liquiditätsreserven zahlen kann.

Sie umfasst Kassen- und Bankbestände, Wertpapiere des Umlaufvermögens sowie weitere Komponenten des Umlaufvermögens, die sehr liquide sind, sowie kurzfristig realisierbare Finanzreserven (z. B. offene Kreditlinien, zugesagte Kredite und geplante Kapitalerhöhungen). Eine hohe Liquiditätsreserve ist unverzichtbar, um die Flexibilität deines Unternehmens zu gewährleisten und auch in schwierigeren Zeiten Handlungsspielraum zu haben.

Was ist die Liquidität 1. Grades?

Die Liquidität 1. Grades zeigt an, wie viel Prozent der kurzfristigen Verbindlichkeiten mit den verfügbaren Zahlungsmitteln, dem Guthaben aus Kasse, Bank und Wechseln bezahlt werden können. Da die Liquidität 1. Grades die Deckung der kurzfristig anfallenden Zahlungsverpflichtungen durch sofort verfügbare Geldmittel anzeigt, bezeichnet man sie auch als Barliquidität. Bei der Liquidität 1. Grades setzt man die flüssigen Mittel in das Verhältnis zu den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Dies mit 100 multipliziert, gibt dir einen vergleichbaren und somit leichter verständlichen prozentualen Wert. Bei einem 1. Liquiditätsgrad von 100 %, könnte dein Unternehmen seine gesamten Schulden durch Überweisung und Barzahlung begleichen.

Was gilt als eine „gute“ die Liquidität 1. Grades?

Bei einer Liquiditätskennziffer gilt in der Regel: je höher, desto besser. Eine höhere Liquidität 1. Grades verschafft deinem Unternehmen einen höheren Handlungsspielraum und mehr finanzielle Flexibilität aufgrund des Überschusses an liquidem Kapital. Jedoch ist bei der Liquidität 1. Grades 100% nicht der Idealwert, sondern eher selten der Fall. Obwohl eine hohe Liquidität 1. Grades für Risikominimierung optimal wäre, führt eine zu hohe Liquidität dazu, dass flüssige Mittel ungenutzt bleiben - sie werden nicht im Unternehmen investiert und verhindern somit potenzielles Wachstum. Als Richtwert für die Liquidität 1. Grades gilt in der Realität ca. 20 %. Dies erlaubt deinem Unternehmen genügend Liquidität, um die kurzfristigen Verbindlichkeiten zu decken, handlungsfähig zu bleiben, und gleichzeitig genügend in das Wachstum deines Unternehmens zu investieren.

Wie berechne ich die Liquidität 1. Grades?

Liquidita¨t1.Grades=fluessigeMittelkurzfrisitgeVerbindlichkeiten100 Liquidität 1. Grades = {fluessige Mittel \over kurzfrisitge Verbindlichkeiten} *100